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Was bedeutet eigentlich Gesundheitsförderung und Prävention?

Die Begriffe Gesundheitsförderung und Prävention werden zwar häufig synonym benutzt, beschreiben dennoch zwei verschiedene Aspekte einer wichtigen gemeinsamen Zielsetzung: Menschen zu einem gesunden Leben ermächtigen.

Gesundheitsförderung beschreibt in diesem Kontext u.a. die Maßnahmen, welche die notwendigen Fähigkeiten, Rahmenbedingungen und das Wissen vermitteln, um im Leben gesundheitsförderliche Entscheidungen treffen zu können. Bereits im Kindes- und Jugendalter können hier wichtige Bausteine für ein gesundes Aufwachsen gelegt werden, z.B. durch gesundheitsfördernde Programme in den Bereichen Ernährung, Bewegung oder UV-Schutz.

Prävention hingegen setzt auf Maßnahmen, welche Beeinträchtigungen der Gesundheit sowie Entstehung von Krankheiten möglichst verhindern oder verringern. Hierzu dienen neben der sachlichen Informationsvermittlung auch interaktive Methoden, welche Personen zur Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema anregen und dadurch zur individuellen Meinungsbildung beitragen.

Prävention kann verschiedene Formen haben:

-          Verhaltensprävention: setzt an den Verhaltensweisen der einzelnen Personen an

-          Verhältnisprävention: Anpassung des Umfelds und der Rahmenbedingungen, z.B. feste Regeln an Schulen

-          Universelle Prävention: richtet sich an alle Personen um zu verhindern, dass sich gesundheitsgefährdendes Verhalten entwickelt, z.B. durch Schulprogramme

-          Selektive Prävention: richtet sich an Personen, welche einem oder mehreren Risikofaktoren ausgesetzt sind und dadurch gefährdeter erscheinen, risikobehaftetes Verhalten zu entwickeln, z.B. Kinder alkoholkranker Eltern  

-          Indizierte Prävention: richtet sich an Personen, welche gefestigtes Risikoverhalten aufweisen und ggf. Anzeichen einer Abhängigkeitserkrankung haben, z.B. junge Erwachsene mit exzessivem Konsumverhalten

 

Konkrete Zielsetzungen gibt es z.B. bei der modernen Suchtprävention:

  • Die Vermeidung und/oder Hinauszögerung des Einstiegs in den Konsum legaler und illegaler Drogen

  • Die Früherkennung und Frühintervention bei riskantem Konsumverhalten

  • Die Verringerung von Missbrauch und Sucht.

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